
Foto: Audun Richardsen
Der Ozean ist riesig, und wir haben noch immer viele Fragen zum Leben der Lachse darin. Dank talentierter Forscher haben wir jedoch in letzter Zeit viele neue Erkenntnisse über Lachse im Meer gewonnen. Unter anderem haben die Forscher spezielle Sender an Lachsen angebracht. Diese Sender verraten uns, wo die Lachse schwimmen, in welchen Temperaturen sie sich aufhalten und wie tief sie schwimmen und tauchen. Wir wissen nun, dass sich Lachse im Sommer, Herbst und Frühling näher an der Oberfläche aufhalten als im Winter. Wir wissen auch, dass sie tief tauchen können. Tauchgänge bis zu 900 Meter Tiefe wurden bereits dokumentiert.
Im Ozean wandern Lachse weiter als bisher angenommen, tatsächlich bis nach Grönland und Spitzbergen. Lachse bevorzugen kaltes Wasser, insbesondere dort, wo kaltes Wasser des Arktischen Ozeans auf wärmeres Wasser des Atlantiks trifft. Dort finden sie reichlich Nahrung. Lange Zeit schwimmen Lachse in Wasser, das kälter als 5 Grad ist.
Wir wissen, dass die Wanderrouten von Lachs zu Lachs variieren und dass Lachse aus verschiedenen Landesteilen unterschiedliche Meeresgebiete besiedeln. Trotz der vielen Wildlachspopulationen in Norwegen gibt es noch vieles, was wir nicht wissen. Daher ist es wichtig, neue Erkenntnisse über die Lachse im Meer zu gewinnen, um sie bestmöglich zu schützen. Denn heute überleben weniger Lachse ihren Aufenthalt im Meer als früher.
Wie lange Lachse im Meer bleiben, bevor sie zum Laichen in ihren Fluss zurückkehren, ist unterschiedlich. Manche kehren bereits nach einem Jahr zurück, während andere bis zu fünf Jahre im Meer verbringen.

Sandaal ist eine gute Nahrungsquelle für die kleinsten Lachse im Meer. Foto: Magdalene Langset, NINA
Im Meer gibt es eine Vielzahl an Nahrungsmitteln, darunter Insekten, Krebstiere, Tintenfische und verschiedene Arten kleiner Fische wie Leng, Hering, Lodde und Sandaal.
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Bevor der Lachs ins Meer wandert, ist sein Fleisch farblos. Im Meer färbt es sich rot. Foto: Tone Løvold
Im Meer färbt sich das Fleisch des Lachses rot. Die Farbe entsteht durch den Verzehr von Krebstieren, die einen Farbstoff enthalten. Dieser Farbstoff ähnelt dem in Karotten.