Laichende Lachse

Ein prächtiger männlicher Lachs in Laichstimmung. Foto: Helge Skoglund.

Laichende Lachse sind Lachse, die gerade laichen oder sich auf das Laichen vorbereiten.

Wenn der Lachs vom Meer in den Fluss schwimmt, ist er silbrig. Nach einer Weile im Fluss verändert sich sein Aussehen allmählich. Der silbrige Schimmer verschwindet, die Haut dunkelt nach, und man kann die Anfänge eines Hakens am Unterkiefer des männlichen Lachses erkennen. Der männliche Lachs produziert Spermien, der weibliche Lachs produziert Eier. Das bedeutet, dass sich der Lachs auf das Laichen vorbereitet.

Der männliche Lachs schmückt sich am meisten

Im Spätherbst, bevor das Eis schmilzt, laichen die Lachse in großen Schwärmen. Dann haben sie sich prächtig geschmückt. Das Laichkleid der Männchen ist besonders farbenprächtig und schön. Farbe und Energie beziehen sie aus dem Fischfleisch. Die Haut färbt sich rötlich, und der Unterkiefer bekommt einen charakteristischen Haken. Dieser Haken ist bestens für den Kampf geeignet, und sowohl die Farbe als auch der Haken dienen dazu, die Weibchen zu beeindrucken.

Die Haut des Weibchens ist nicht so farbenprächtig wie die des Männchens. Sie ist eher bräunlich. Der Rogen hingegen hat eine leuchtend orange Farbe.

Die Haut der laichenden Lachse wird dicker und ihre Schuppen fester. Es ist von Vorteil, eine dicke Haut zu haben, wenn man kämpfen muss und womöglich den ganzen Winter im Fluss verbringt.

Der laichende Lachs verbringt viel Zeit mit den Vorbereitungen. Nachdem er sich wochenlang relativ ruhig an einem Ort aufgehalten hat, beginnt er, nach dem idealen Laichplatz zu suchen. Es entbrennt ein Kampf um die besten Plätze. Das stärkste Männchen ist der Anführer.  

Für die Grabarbeiten ist das weibliche Lachsweibchen zuständig.

Die Eier werden in einer Laichgrube abgelegt, die das Lachsweibchen ausgräbt. Sie benutzt ihre Schwanzflosse zum Graben und ihre Afterflosse, um die richtige Tiefe zu bestimmen. Das kräftigste Männchen ist sofort zur Stelle und befruchtet die Eier, sobald das Weibchen sie ablegt. Anschließend bedeckt das Lachsweibchen die Eier rasch mit einer Kiesschicht.

Schleich-Spawner

An den Laichplätzen gibt es immer ein paar kleine Schlingel, die wir Laichpaare oder heimliche Laicher nennen. Diese kleinen Kerle sind geschlechtsreife männliche Lachse, die nicht auf Nahrungswanderung im Meer waren. Sie schleichen sich an und helfen bei der Befruchtung der Eier. Sie leben gefährlich und können getötet werden, wenn sie einem in die Quere kommen und entdeckt werden.

Schleich-Spawner

Manche Männchenpaare erreichen die Geschlechtsreife und beteiligen sich am Laichen. Wir nennen sie Laichpaare oder heimliche Laicher. Diejenigen, die das Laichen überleben, können später ins Meer wandern und als laichende Lachse zurückkehren. Das Bild links zeigt ein solches Paar. Handelt es sich um ein Männchen, wird es entweder zum Jungfisch (Smolt) und wandert ins Meer oder bleibt im Fluss und versucht sich im heimlichen Laichen. Auch dies kann eine clevere Strategie sein. Das Laichpaar erhält allerdings nicht so ein prächtiges Laichkleid wie die großen, laichenden Lachse.

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