Das Meer

Der Atlantik ist riesig! Die Strecke von Norwegen nach Nordamerika beträgt über 4.000 Kilometer. Die durchschnittliche Tiefe liegt bei 4.000 Metern. Für uns Menschen ist das Meer tödlich salzig, aber nicht für Wildlachse. Die fressen dort Unmengen.

Der Atlantik ist riesig! Die Strecke von Norwegen nach Nordamerika beträgt über 4.000 Kilometer. Die durchschnittliche Tiefe liegt bei 4.000 Metern. Für uns Menschen ist das Meer tödlich salzig, aber nicht für Wildlachse. Die fressen dort Unmengen.

Wildlachse wandern ein bis fünf Jahre lang im Meer, bevor sie in den Fluss zurückkehren, in dem sie geboren wurden. Die Jüngsten sind klein, die Ältesten wiegen über 25 Kilogramm. Die größten Lachse haben ein großes Maul und können große Beutetiere wie ausgewachsene Heringe fressen. Die kleineren haben kleine Mäuler und ernähren sich hauptsächlich von Fischlarven von Lodde und Sandaal. Das reichhaltige Nahrungsangebot im Meer ist für die Lachse lebenswichtig. So können sowohl große als auch kleine Wildlachse das fressen, was ihnen die meiste Energie liefert. Im Winter finden Wildlachse in den Oberflächenschichten weniger Beute. Dann tauchen sie mehrere hundert Meter tief, um Nahrung zu finden.

Wildlachs ist ein gutes Lebensmittel

Ein kleiner Wildlachs im Meer ist für viele eine begehrte Beute. Zahlreiche Fischarten, Robben, Wale und Vögel fressen Wildlachs gern. Daher ist es wichtig, dass er schnell wächst und zu groß wird, um nicht gefressen zu werden. Große Wildlachse haben außer Robben und Walen nicht viele Feinde.

Wildlachse im Ozean sind perfekt getarnt. Ihr heller Bauch und ihre hellen Flanken machen sie von unten und vor der hellen Wasseroberfläche schwer erkennbar. Der dunkle Rücken erschwert es fischfressenden Vögeln, die Wildlachse in der tiefen, dunklen See zu entdecken.

Oben ist es am wärmsten, unten eiskalt.

Wildlachse im Ozean erleben dort Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die Lichtverhältnisse variieren im Laufe des Jahres stark, besonders im Norden. Die Wassertemperatur an der Oberfläche ist im Sommer und in den südlichen Teilen des Nordatlantiks etwas höher. Der Golfstrom aus dem Süden transportiert warmes Wasser bis nach Spitzbergen. Im hohen Norden strömt eisiges Wasser aus dem Arktischen Ozean. Die Zone, in der das warme Wasser des Golfstroms auf das kalte Eiswasser trifft, wird Polarfront genannt. Hier finden Wildlachse ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

In den Tiefen des Ozeans kann das Wasser unter 0 Grad Celsius kalt sein. Meerwasser ist salzig und gefriert erst bei –1,9 Grad Celsius. Dann ist es schwerer als wärmeres Wasser und sinkt in die dunkle Tiefe.

Wussten Sie schon, dass…

Meerwasser ist giftig für uns. Trinken wir Meerwasser, wird unser Blut so salzig, dass unsere Zellen austrocknen. Das führt zu unserem langsamen, aber sicheren Tod. Im Gegensatz zu uns gelingt es Wildlachsen, das Salz auszuscheiden, bevor ihr Blut zu salzig wird.

Lachs auf dem Heimweg

Auf dem offenen Meer haben Lachse kaum Orientierungspunkte. Wenn sie ihre Heimreise antreten, nutzen sie ihren inneren Kompass, um den Weg zurück zur Küste zu finden. Zuletzt, so vermuten Wissenschaftler, verwenden Lachse ihren Geruchssinn, um den richtigen Fluss zu finden.

Diese Gruppe ist fast am Ziel. Man sieht, dass es dort, wo sie schwimmen, nicht sehr tief ist. Man sieht auch Seetang, was zeigt, dass sie sich noch im Meer befinden. Man kann auch einige Seeläuse auf den Lachsen erkennen. Wenn die Lachse flussaufwärts schwimmen, sterben die Seeläuse ab und fallen ab. Seeläuse vertragen Süßwasser nicht lange.